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*** Wetterpilz-Logbucheintrag ***

Wir schreiben Freitag, den 11.03.2016.....


Liebe Freunde des Wetterpilzes,

Grenzsteine. Grenzen strahlen eine Magie aus. Manchmal sind sie erschreckend, wie der "Eiserne Vorhang", meistens wirken sie jedoch anziehend. Man möchte sie überqueren, eine Grenze überschreiten und ist entweder auf der einen oder der anderen Seite einer Grenze. Ohne sie hätte sich höheres Leben nicht entwickeln können - denn nur durch eine Abgrenzung mittels Membrane und Zellwände konnten sich chemische Kompartimente ausbilden und in arbeitsteiliger Weise miteinander immer komplexere Aufgaben -bis hin zur Aufgabe des Lebens- lösen. Doch nicht immer ist eine materielle, befestigte Grenze nötig wenn zwei Räume aneinander stoßen. So z. b. beim Wetterpilz. Er ist im Gegensatz zu Hütten und Pavillons grenzenlos, d. h. er hat keine Mauern. Aber trotzdem steht man entweder vor ihm oder unter ihm. Seine Grenzmarkierung ist völlig virtuell. Nur teilweise virtuell sind Landes- / Gebietsgrenzen, die auch heute meist nur noch über gelegentlich aufgestellten sog. Grenzsteine erkannt werden können. Und genau diese Steine stellen seit Jahrhunderten oftmals unterschätze Kunstwerke dar, auf die man auch heute noch in alten Wäldern oder auch historischen Parkanlagen treffen kann.
Ein schönes Wochenende
Gruß Klaus

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