Wetterpilz am Friedrich Wilhelm Stollen
ein vermoster Fliegenpilz mit Grenzerfahrung
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Standort:95192 Lichtenberg
Bayern
Koordinaten:50.391325, 11.685719
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Quellen:Sandra Sesselmann
Tipps:Ferienhof Sesselmann
www.friedrich-wilhelm-stollen.de
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Wetterpilz Bericht

Auf seinem roten Hut kann man noch Spuren weißer Kleckse erkennen, die daraufhin deuten, dass er einmal im Fliegenpilz-Look gestrichen wurde. Heute erscheint er nicht mehr so glanzvoll, was -wie so häufig- mit der Verwitterung zusammen hängt. Während der Mensch im fortschreitenden Alter immer interessanter aussieht, muss das nicht zwangsläufig auf Wetterpilze zutreffen, die tagein-tagaus dem Wetter ausgesetzt sind. Zum Glück gibt es immer wieder -meist private- Initiativen, die sich dem Erhalt und der Pflege auch solch unscheinbarer Pilze widmen. Vielleicht hat dieser Fliegenpilz Glück und wird zu einem echten Glückspilz.

Rund um den Pilz

Die direkte Umgebung dieses Wetterpilzes ist geschichts- trächtig - und zwar unter verschiedenen Aspekten. 1793 wurde hier unter der Erde ein Entwässerungsstollen für die nahen Bergwerke geplant, der aber erst 1831 fertiggestellt wurde. Sein Namensgeber war der bei Baubeginn regierende preußische König Friedrich Wilhelm. Heute kann man sich hierüber in einem Besucherbergwerk informieren. Über der Erde prägte lange Zeit der "eiserne Vorhang" Landschaft und Kultur der Region. Auf der westlichen Seite, dem Bayrischen Lichtenberg, steht der Wetterpilz nur rund 150 m entfernt von der Grenze zu Thüringen, der ehemaligen "Zonengrenze" entlang der Thüringischen Moschwitz als Grenzfluss.